Presseinformation des DVBS-Projektes iBoB

Andreas Vollmer (SGD), Ursula Weber (DVBS) und Klaus Winger (iBoB) sitzen an einem Tisch.
Foto © iBoB

Ende 2016 hat der Deutsche Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf (DVBS e.V.) das Projekt „iBoB“ ins Leben gerufen.

iBoB steht für „inklusive berufliche Bildung ohne Barrieren“ und will blinden und sehbehinderten Berufstätigen den Zugang zu beruflicher Weiterbildung erleichtern. Dabei agiert iBoB im Dreieck zwischen seheingeschränkten Berufstätigen, Arbeitgebern und Bildungsanbietern.

Lesen Sie dazu die aktuellen Presseinformationen vom 11. Oktober 2017 und 17. Oktober 2017.

(Quelle: Savo Ivanic, iBoB Öffentlichkeitsarbeit)

DBSV-Stellenausschreibung Referent/-in für internationale Zusammenarbeit

Der DBSV sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen Referenten / eine Referentin für internationale Zusammenarbeit:

Für das Team unserer Geschäftsstelle in Berlin-Mitte suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt Verstärkung. Als Referent/-in für internationale Zusammenarbeit sind Sie direkt der Geschäftsführung unterstellt. An der Schnittstelle von deutschen Organisationen und internationalen Gremien koordinieren Sie die Arbeit des DBSV und vertreten die Interessen des Verbandes.

Aufgabenschwerpunkte sind:

  • Zusammenarbeit mit den Gremien der Europäischen Blindenunion (EBU) und der Weltblindenunion (WBU)
  • aktive Mitarbeit in der EBU-Verbindungskommission zur Europäischen Union (EU)
  • Koordinierung von politischen Kampagnen der EBU im Zusammenhang mit EU-Gesetzgebungsverfahren sowie Analyse und Aufbereitung von EU-Gesetzesinitiativen
  • Unterstützung der deutschen EBU-Präsidentschaft
  • Kontaktpflege zum EBU-Büro und Verfassen von Artikeln für den „EBU Newsletter“
  • Aufbereitung von Informationen zu EU-relevanten Entwicklungen für die „Fördergemeinschaft internationale Arbeit“ des DBSV
  • Organisation, Durchführung und Auswertung von Sitzungen des „Europa-Forums“
  • Vertretung des DBSV und Mitwirkung in relevanten Organisationen außerhalb des Blinden- und Sehbehindertenwesens
  • Leitung/Management von EU-Projekten und weiteren wissenschaftlichen Projekten
  • Bearbeitung von Projektanträgen im Bereich Entwicklungshilfe

Wir erwarten:

  • Berufserfahrung, idealerweise in den Bereichen Politik, Administration, Gremien- oder Verbandsarbeit
  • fundierte Kenntnisse der EU-Institutionen sowie der europäischen Gesetzgebungsverfahren
  • Kenntnisse des Blinden- und Sehbehindertenwesens, idealerweise aus eigener Betroffenheit
  • breites Allgemeinwissen
  • analytisches und strategisches Denken
  • organisatorisches Geschick
  • Flexibilität, Belastbarkeit, Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit und Engagement

Dafür bieten wir:

  • ein festes, unbefristetes Anstellungsverhältnis (Vollzeit)
  • ein anspruchsvolles, abwechslungsreiches und ausbaufähiges Aufgabengebiet
  • einen modernen Verband mit attraktivem Standort in Berlin-Mitte
  • eine leistungsgerechte Bezahlung

Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen unter Angabe Ihrer Gehaltsvorstellung senden Sie bitte ausschließlich per E-Mail bis zum 31. Oktober 2017 an: geschaeftsfuehrung@dbsv.org

Der Ausschreibungstext ist auch auf der Webseite des DBSV zu finden: www.dbsv.org/stellenausschreibung-internationales.html

(Quelle: dbsv-direkt Nr. 34-17, Irene Klein, DBSV)

Glückwünsche zum 90. Geburtstag – Dr. Alfred Preuße

Im September dieses Jahres beging das Ehrenmitglied des BSV Sachsen und Ehrenmitglied des Landesvorstandes, Dr. Alfred Preuße, seinen 90. Geburtstag.

Unser Jubilar wurde am 26. September 1927 in Berlin geboren und war bis zur Wende als Hochschullehrer in Dresden tätig. Schon damals begann sich sein Sehvermögen zu verschlechtern. So trat er 1971 dem Blinden-und-Sehschwachen-Verband der DDR bei. Neben seiner beruflichen Tätigkeit arbeitete er viele Jahre ehrenamtlich im Bezirksvorstand Dresden des Verbandes mit. Während der turbulenten Wendezeit übernahm er die Funktion des Bezirksvorsitzenden und beteiligte sich maßgeblich an der Gründung und am Aufbau des BSVS. Folgerichtig wurde er im Oktober 1990 zum ersten Vorsitzenden des neu entstandenen Verbandes gewählt. Als Alfred Preuße 2002 den Landesvorsitz niederlegte, würdigte der Verband seine umfangreichen Verdienste, indem er ihn zum Ehrenmitglied unserer Organisation und zum Ehrenmitglied des Landesvorstandes ernannte. Bis heute leitet der Jubilar die Arbeit der Landesblindenstiftung Sachsen.

Auch im Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband war Dr. Preuße hoch geachtet und geschätzt. Drei Wahlperioden hindurch war er Mitglied des DBSV-Vorstandes. Hier gehörte die Rehabilitation für die Bewältigung des Alltags zu seinen vorrangigen Aufgaben. Außerdem vertrat er den DBSV erfolgreich in internationalen Gremien. Darüber hinaus war er Seniorenbeauftragter unseres Dachverbandes und beteiligte sich aktiv an Überlegungen zur Zukunft der Blindenbüchereien. Auch der DBSV verlieh ihm zum Dank für sein erfolgreiches Wirken die Ehrenmitgliedschaft.

Die zwölf Jahre, in denen Dr. Preuße an der Spitze der sächsischen Selbsthilfeorganisation der sehbehinderten und Blinden stand, waren dadurch gekennzeichnet, dass die Strukturen des Verbandes und dessen Aktivitäten systematisch und kontinuierlich weiterentwickelt wurden.

Dem unermüdlichen Engagement unseres ehemaligen Verbandsvorsitzenden ist es zu verdanken, dass sich der BSVS zu einem in Sachsen und über die Landesgrenzen hinaus anerkannten und akzeptierten Behindertenverband entwickelte und heute über so wichtige Einrichtungen wie das Landeshilfsmittelzentrum für Blinde und Sehbehinderte in Dresden, ein Seniorenheim für blinde, sehbehinderte und sehende Menschen in Rochsburg sowie über die AURA-Pension Villa Rochsburg als Begegnungs-, Beratungs- und Erholungsstätte verfügt. Durch sein stets überlegtes, sachliches und kameradschaftliches Auftreten prägte er die Arbeitsweise und das Klima im BSVS entscheidend mit.

Stets legte er Wert auf ein gutes Verhältnis zu den Kreisvorständen und auf eine konstruktive Arbeit in den Gremien des Verbandes sowie zu jedem einzelnen Mitglied. Alfred Preuße ist ein Mann, der zum Wohle blinder und sehbehinderter Menschen viel Freizeit geopfert hat, der stets ergebnisorientiert denkt und gearbeitet hat. dabei brachte er immer auch großes Verständnis für die Sorgen seiner Mitstreiter auf. Leider setzt ihm sein Gesundheitszustand in letzter Zeit immer deutlichere Grenzen.

Der Landesvorstand des BSVS gratuliert Dr. Alfred Preuße im Namen aller Mitglieder zu seinem runden Geburtstag und dankt ihm zugleich für seine jahrelange, unermüdliche, ehrenamtliche Arbeit. Wir alle wünschen ihm stabilere Gesundheit und persönliches Wohlergehen.

(Geschrieben von Hans-Günther Funke, Pressesprecher, BSVS)

Die Berlinische Galerie auf dem Weg zum barrierefreien Museum

Dauerausstellung der Berlinischen Galerie wird zugänglich für blinde und sehbehinderte Menschen.

Erstmalig in Deutschland wird die Dauerausstellung eines Kunstmuseums für blinde und sehbehinderte Menschen eigenständig zugänglich sein. In enger Kooperation mit dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) wurde über zwei Jahre daran gearbeitet, die Sammlungspräsentation „Kunst in Berlin 1880-1980“ mit Tastmedien, Leitsystem und einer Museums-App auszustatten, um ein inklusives Kunsterlebnis zu schaffen.

Als erstes Ergebnis geht im Oktober 2017 die blinden- und sehbehindertengerechte Präsentation der Ausstellung „Kunst in Berlin 1880-1980“ in den Praxistest. Sieben Tastmodelle, eine inklusive App-Tour mit 17 Stationen zu wichtigsten Werken sowie über 300 laufende Meter taktiles Bodenleitsystem: Mit diesen Angeboten entsteht ein Museumserlebnis mit mehreren Sinnen, das behinderten und nicht behinderten Menschen offen steht. Vermittlungsmedien, die den Tastsinn ansprechen, stehen damit gleichberechtigt neben dem Einsatz neuester Technologien.

Auf der Seite des DBSV können Sie den vollständigen Text zum barrierefreien Museum lesen.

(Quelle: [dbsv-direkt] Nr. 33-17, 27. September 2017, Volker Lenk)

blind, sehbehindert … und trotzdem mobil!

Schulung in Orientierung und Mobilität am weißen Langstock

Das Ambulante BehindertenZentrum der Diakonie-Stadtmission Dresden bietet mit der Rehabilitationsmaßnahme „Orientierung und Mobilität“ eine Schulung für blinde und sehbehinderte Menschen im Gebrauch des weißen Langstockes an.

Menschen mit Blindheit oder hochgradiger Sehbehinderung sind in ihrer Orientierung und Fortbewegung in hohem Maße eingeschränkt, sowohl im häuslichen Umfeld als auch im öffentlichen Raum. In der Schulung „Orientierung und Mobilität“ erlernen die Teilnehmer den Gebrauch des weißen Langstocks, um sich in ihrer Umwelt gezielt, sicher und selbstständig fortzubewegen. Der weiße Langstock dient dabei als Verkehrsschutzzeichen und als Orientierungshilfe, um so die durch Blindheit oder Sehbehinderung bedingte Mobilitäts- und Orientierungsbeeinträchtigung so weit wie möglich auszugleichen.

Inhalte und Umfang der Schulungen sind individuell und werden zu Beginn mit den Teilnehmenden der Maßnahme vereinbart. Sämtliche Schulungen werden ausschließlich von einem anerkannten Rehabilitationslehrer durchgeführt. Die Kosten können bei hochgradig sehbehinderten und blinden Teilnehmenden von den Gesetzlichen Krankenkassen und anderen Kostenträgern übernommen werden.

Weiter Informationen finden Sie bei der Diakonie Dresden.

Kontakt:

Diakonisches Werk – Stadtmission Dresden e. V.
Ambulantes BehindertenZentrum, Orientierung und Mobilität Andree Reininger Hauptstraße 23, 01097 Dresden

Tel.: (0351) 81 24 311
Fax: (0351) 81 24 313

behindertenzentrum@diakonie-dresden.de
www.diakonie-dresden.de

(Quelle: Pressemitteilung 12/2017, Franziska Renatus, Diakonie Dresden)