Glossar / Begriffe

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Buchstabe A

AMD

= Altersabhängige Makuladegeneration, ist eine Erkrankung, die die Netzhaut im hinteren Bereich des Auges, an der Makula, angreift. Die Makula, auch „gelber Punkt“ genannt, ist die Stelle des schärfsten Sehens. Der Verlauf der Krankheit führt zu fortschreitendem Sehverlust im zentralen Gesichtsfeld, wobei das periphere Gesichtsfeld erhalten bleibt. Die Erkrankung Wird in der Frühphase oft nicht bemerkt. Erste subjektiv spürbare Anzeichen fallen meist erst im fortgeschrittenen Stadium auf Beim Lesen bemerkt man das Fehlen von Buchstaben genau in der Textmitte, beim Betrachten von Fotos fehlt die Bildmitte, es fällt immer schwerer Gesichter zu erkennen oder man bemerkt allgemeines Verschwommensehen. Später erscheint meist in der Sehfeldmitte ein dunkler Fleck, der sich weiter vergrößert; z. B. können Betroffene die Uhr sehen, jedoch die Uhrzeit nicht erkennen. Farben wirken verschwommen, gerade Linien scheinen verbogen. Die AMD gilt in Deutschland als die häufigste Erblindungsursache, wobei auch bei den schweren Verläufen das periphere Sehen und damit die Orientierung im Raum fast immer erhalten bleibt. Durch eine spezielle Therapie kann das Fortschreiten der Erkankung oft verlangsamt oder gar gestoppt werden. Eine Heilung ist derzeit jedoch nicht möglich. Im folgenden Film über die AMD können sie sich anschauen, welche Einschränkungen Menschen mit dieser Erkrankung im Alltag haben.

Arbeitsassistenz

Blinde und sehbehinderte Menschen sind in verschiedensten Berufsfeldern tätig. Um Arbeitsabläufe zu erleichtern oder zu beschleunigen und eine selbstbestimmte Berufsausübung zu ermöglichen, besteht die Möglichkeit, eine Arbeitsassistenz in Anspruch zu nehmen. Viele blinde und sehbehinderte Arbeitnehmer nutzen sie z. B. um sich Texte vorlesen zu lassen, um handschriftliche Arbeitsaufgaben erledigen zu können oder um sich bei Außenterminen begleiten zu lassen. Es geht um regelmäßige und zeitlich nicht nur wenige Minuten umfassende Hilfstätigkeiten. In der Praxis haben sich verschiedene Modelle der Assistenz bewährt. Der blinde oder sehbehinderte Arbeitnehmer kann selbst Arbeitgeber für seine Assistenzkraft sein. Er kann aber auch mit seinem Arbeitgeber vereinbaren, dass dieser die Assistenzperson einstellt. Die Auswahl der Person obliegt aber dem schwerbehinderten Arbeitnehmer. Auftraggeber für die Arbeitsassistenz ist in jedem Fall der blinde oder sehbehinderte Mensch. Auf die Übernahme der Kosten für eine Arbeitsassistenz besteht nach § 102 Abs. 4 Sozialgesetzbuch Neuntes Buch (SGB IX) ein Rechtsanspruch. Arbeitnehmer und Arbeitgeber entstehen keinerlei Kosten. Um eine einheitliche Bewilligungs- und Verwaltungspraxis zu gewährleisten, sieht das SGB IX in § 33 Abs. 8 Satz 2 vor, dass die Durchführung der Leistungen zur Arbeitsassistenz durch das Integrationsamt, welches in Sachsen beim Kommunalen Sozialverband angesiedelt ist, erfolgt.

Download Antragsformular zur Beantragung der Kostenübernahme für eine  Arbeitsassistenz. 

Audiodeskription

Bei der Audiodeskription werden visuelle Informationen in Filmen oder anderen visuellen Medien (z. B. Theateraufführungen, Sportveranstaltungen) durch eine kurze, knappe und prägnante Bildbeschreibung für blinde und sehbehinderte Menschen zugänglich gemacht. Diese Zusatzbeschreibung wird im Tonstudio mit dem Originalton abgestimmt und auf die zweite Tonspur des Sendebandes gebracht. Filme mit akustischer Bildbeschreibung werden Hörfilme genannt. Sie werden im Zweikanalton-System ausgestrahlt. Auf Kanal 1 ist der reguläre Filmton zu hören und auf Kanal 2 der Filmton mit Audiodeskription. Unter Hörfilm.info finden Sie weitere ausführliche Informationen und das aktuelle Hörfilmprogramm.

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Buchstabe B

Barrierefreiheit

Barrierefreiheit im Sinne der Behindertengleichstellungsgesetze (BGG) des Bundes und der Länder meint eine bestimmte Art und Weise, die Umwelt zu gestalten (Häuser, Straßen, Handys, Medien, Verkehrsmittel und auch sonst alles, was der Mensch geschaffen hat). Das Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-BRK) versteht unter Barrierefreiheit weitergehend den gleichberechtigten Zugang zur physischen Umwelt, zu Beförderungsmitteln, zu Information und Kommunikation sowie zu anderen Einrichtungen und Diensten, die der Öffentlichkeit offenstehen oder für sie bereitgestellt werden. Quelle und weiterführende Informationen beim Bundeskompetenzzentrum Barrierefreiheit (BKD).

Für blinde und sehbehinderte Menschen bedeutet Barrierefreiheit konkret u. A. Beschriftungen in Blindenschrift in Gebäuden, auf Produkten und Arzneimitteln etc., kontrastreiche Gestaltung von Gebäuden und Schriftgut, Blindenleitsysteme, Haltestellenansagen in öffentlichen Verkehrsmitteln, technische Geräte mit Sprachausgabe, akustische Bildbeschreibung (Audiodeskription) für Filme, Theater- und Opernaufführungen sowie für Sportereignisse etc.

Möchten Sie noch mehr zum Thema Barrierefreiheit für blinde und sehbehinderte Menschen wissen, so können Sie sich darüber gern in speziellen Fachbroschüren des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes e.V. informieren.

Bildschirmlesegerät

Auch Kameralesesysteme genannt, sind elektronische Lesehilfen für den stationären Gebrauch. Sie nehmen das Lesegut mit einer Kamera auf und geben es bis ca. 100fach vergrößert auf einem Monitor wieder. Eine solche Lesehilfe bietet maximalen Nutzungskomfort und eignet sich ideal für den Einsatz an einem festen Ort. Bildschirmlesegeräte erhalten Sie bei spezialisierten Hilfsmittelanbietern. Der BSVS, Ihr Augenarzt oder Ihre Krankenkasse können Ihnen eine Liste mit Anbietern zur Verfügung stellen.

Blindheit

Nach den gesetzlichen Bestimmungen liegt Blindheit nicht nur dann vor, wenn man überhaupt nichts mehr sieht. Als blind bezeichnet man auch Personen, deren Sehvermögen auf dem besseren Auge trotz Korrektur nicht mehr als 2% (1/50) beträgt oder deren Gesichtsfeld sehr stark (auf 5 Grad oder weniger) eingeschränkt ist.

Blindenführhund

Ein Blindenführhund ist ein speziell für blinde Menschen ausgebildeter Assistenzhund. Er sorgt für eine gefahrenfreie und damit selbstständige Orientierung seines blinden Frauchens oder Herrchens sowohl in vertrauter, als auch in fremder Umgebung. Ist er im Dienst, erkennt man dies an seinem weißen Führgeschirr, was als Verkehrsschutzzeichen gilt. Er hat in seiner Ausbildung gelernt zwischen Dienst – also Führarbeit – und Freizeit zu unterscheiden. Sobald das Führgeschirr abgenommen wird, verhält er sich wie jeder andere gut sozialisierte und erzogene Hund.

Die Ausbildung dauert etwa 12 Monate. Ein gut ausgebildeter Blindenführhund umgeht Hindernisse aller Art oder zeigt sie durch Stehenbleiben an. Dies betrifft Bodenunebenheiten, parkende Autos, herabhängende Äste, Verkehrsschilder und vieles mehr. Auf ein Hörzeichen seines Besitzers sucht er verschiedene Nahziele wie Türen, Ampeln, Treppen, freie Sitzplätze in öffentlichen Verkehrsmitteln oder im Freien, Briefkästen etc. und zeigt diese durch davor Stehenbleiben oder Kopfauflegen an.

Die Kosten für die Ausbildung eines Blindenführhundes werden von den gesetzlichen Krankenversicherungen übernommen, da er nach § 33 Sozialgesetzbuch fünftes Buch (SGB V) rechtlich als Hilfsmittel betrachtet wird. Möchten Sie sich über die Arbeit eines Blindenführhundes genauer informieren, so schauen Sie sich bitte den Infofilm des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes e.V. an.

Blindenfußball

Blindenfußball wird mit 4 blinden Feldspielern und einem sehenden Torwart gespielt. Zu jeder Mannschaft gehören außerdem zwei Rufer, der Trainer an der Seite sowie ein Rufer hinter dem gegnerischen Tor. Das Spielfeld hat eine Größe von 20 x 40 Meter und wird durch Seitenbanden begrenzt, die der Orientierung der Spieler dienen und zudem den Ball im Spiel halten. Der Ball ist im Inneren mit Rasseln ausgestattet und dadurch gut hörbar. Er ist kleiner und schwerer als ein herkömmlicher Fußball und springt zudem kaum, da er in der Luft nicht mehr zu hören ist. Ein wesentliches Element beim Blindenfußball ist die Kommunikation der Spieler untereinander sowie mit den rufern. Bewegt sich ein Spieler auf einen Ballführenden zu, so muss er das Wort „Voy“ rufen, um sich einerseits bemerkbar zu machen und andererseits um Zusammenstöße zu vermeiden. „Voy“ ist spanisch und bedeutet so viel wie „Ich gehe“. In Deutschland können Frauen und Männer in der gleichen Mannschaft spielen. Seit 2008 existiert die Blindenfußball-Bundesliga, in der mit dem Chemnitzer FC auch ein sächsisches Team vertreten ist. Alle Ligaspiele werden von sogenannten Spielbeschreibern für blinde und sehbehinderte Zuschauer ausführlich kommentiert, so dass diese den Spielverlauf direkt am Spielfeldrand über Kopfhörer mitverfolgen können. Die Spielbeschreibungen werden aber auch über einen Internetstream für Zuhörerer, die beim Spiel nicht direkt vor Ort sein können, live übertragen. Aktuelle Informationen zum Thema Blindenfußball, den aktuellen Spielplan sowie die Links zu den Spielbeschreibungen finden Sie unter Blindenfußball.net. Wollen Sie gern mitmachen oder sind Sie einfach allgemein an diesem Sport interessiert, so können Sie gern die Chemnitzer Blindenfußballmannschaft kontaktieren: cfc-blindenfussball@gmx.de oder sich über Twitter und auf der Facebook-Seite der Chemnitzer Blindenfußballer auf dem Laufenden halten.

Blindengeld

Das Blindengeld ist ein einkommensunabhängiger finanzieller Nachteilsausgleich für Menschen, die gesetzlich als blind gelten, um die aufgrund der Behinderung oder fehlender Barrierefreiheit entstehenden Zusatzkosten decken zu können. Das Blindengeld, welches sich in seiner Höhe innerhalb der einzelnen Bundesländer der Bundesrepublik stark unterscheidet, wird beispielsweise benötigt, um Begleitpersonen, Vorlesekräfte, Hilfsmittel u. v. m. zu finanzieren. In Sachsen beträgt das Blindengeld derzeit 350 Euro. Menschen mit einer hochgradigen Sehbehinderung erhalten ebenfalls einen Nachteilsausgleich für ihre behinderungsbedingten Mehraufwendungen. Dieser beträgt in Sachsen   derzeit 52 Euro. Rechtsgrundlage bildet hierfür das Landesblindengeldgesetz (LBlindG).

Blindenleitsystem

Ein Blindenleitsystem ermöglicht es blinden und hochgradig sehbehinderten Menschen beispielsweise dort, wo keine natürlichen oder erbauten Orientierungshilfen vorhanden isnd, bestimmte Ziele, wie Haltestellen, Ampeln etc., anhand von taktilen und kontrastreichen Bodenmarkierungen, die mit Hilfe des Blindenlangstocks ertastet werden können, aufzufinden. Bei diesen Bodenindikatoren handelt es sich z. B. um Leitstreifen in Form von Rippenlatten oder um so genannte Aufmerksamkeitsfelder, die durch eine Noppenstruktur gekennzeichnet sind. Zur korrekten Anbringung der Bodenmarkierungen sind spezielle DIN-Normen zu beachten. Eine ausführliche Beschreibung, zahlreiche Bilder und Verweise auf die DIN-Vorschriften finden Sie unter

Blindenschrift

Die Blindenschrift, auch Brailleschrift oder Punktschrift genannt, wurde 1825 vom dem selbst blinden Franzosen Louis Braille erfunden. Die Schrift basiert auf 6 Punkten, die in entsprechender Kombination mit Hilfe z. B. einer speziellen Blindenschriftschreibmaschine von hinten in das Papier gedrückt und dann mit den Fingerspitzen als Erhöhungen ertastet werden kann. Das Raster für die Punktekombinationen zur Darstellung von Buchstaben ergibt sich aus drei übereinander und zwei nebeneinander angeordneten Punkten. Bei sechs Punkten ergeben sich 63 Kombinationsmöglichkeiten, mit denen auch z. B. Musiknoten und mathematische Gleichungen abgebildet werden können. Möchten Sie wissen wie z. B. Ihr Name in Blindenschrift aussieht, so probieren Sie doch einfach einmal den Brailleübersetzer aus.

Detaillierte Beschreibung zum Aufbau der Blindenschrift

Braillezeile

Eine Braillezeile ist ein Computerausgabegerät für blinde Menschen, welches den Bildschirmtext in Blindenschrift darstellt. Es wird jeweils die ausgewählte Bildschirmzeile ausgegeben, so dass mit Hilfe von Navigationstasten an der Braillezeile der gesamte Bildschirmtext z. B. einer Textdatei oder einer Internetseite ausgelesen werden kann. Eine genaue Beschreibung insbesondere auch zur Funktionsweise finden Sie bei Wikipedia.

Bundesteilhabegesetz

Das Gesetz zur Stärkung der Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen, kurz Bundesteilhabegesetz (BTHG), wurde am 23.12.2016 erlassen und tritt stufenweise in Kraft: 2017 (Stufe 1), 2018 (Stufe 2), 2020 (Stufe 3) und 2023 (Stufe 4). Das neue Gesetz bewirkt Änderungen in verschiedensten weiteren bestehenden Gesetzen. Unter gemeinsam-einfach-machen.de können Sie sich weiter informieren. Und hier geht es zum kompletten Gesetzestext des BTHG.

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Buchstabe D

DAISY

DAISY ist die englische Abkürzung für „Digital Accessible Information System“ und bezeichnet einen digitalen Hörbuchstandard. Für Menschen, die aufgrund ihres schlechten Sehvermögens nicht mehr selbst Bücher lesen können und keine Blindenschrift beherrschen, ist ein Hörbuch das Medium der Wahl. Der DAISY-Standard macht den Zugang zu Literatur noch komfortabler und vielseitiger. Beispielsweise kann man so digital im Buch „blättern“ und gezielt gewünschte Kapitel oder Seiten auswählen, ähnlich wie bei einem gedruckten Buch. Hier finden Sie Bezugsquellen und weitere DAISY-Informationen.

Diabetische Retinopathie

Die Zuckerkrankheit Diabetes mellitus ruft sehr oft Folgeerkrankungen hervor. Eine davon greift das Sehvermögen an: die Diabetische Retinopathie oder – wenn das Augenzentrum betroffen ist, die Diabetische Makulopathie. Durch einen permanent erhöhten Blutzuckerspiegel werden die Gefäße im Körper geschädigt, so auch die der Netzhaut. Es entstehen Gefäßwucherungen und Blutungen, die das Sehvermögen bedrohen. Da diese Netzhauterkrankung zunächst längere Zeit ohne auffällige Symptome verläuft, bemerken viele Menschen erst spät, dass auch die Augen von ihrer Krankheit betroffen sind. Darum sollte jeder Diabetiker direkt nach der Diagnose auch vom Augenarzt untersucht werden und ihn dann regelmäßig zur Netzhautkontrolle aufsuchen, damit die Behandlung rechtzeitig eingeleitet werden kann. Heute stehen verschiedene Therapien zur Verfügung, wie z. B. Laserbehandlung oder auch Injektionen in das Auge, die krankhafte Gefäßwucherungen verhindern bzw. einschränken. Auch für das Sehvermögen ist es wichtig, dass die Blutzuckerwerte optimal eingestellt sind. Rauchen ist unbedingt zu vermeiden. Auf das Gläschen Bier oder Wein muss man aber nicht verzichten. Auswirkungen der Diabetischen Retinopathie (Film) können Sie sich in diesem Infofilm anschauen.

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Buchstabe G

Glaukom (Grüner Star)

gehört zu einer Gruppe von Augenkrankheiten, die zur Erblindung führen, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt und behandelt werden. Die chronische Form des Glaukoms wird als Weit- oder Offenwinkelglaukom bezeichnet. Charakteristisch hierfür ist ein zu hoher Augeninnendruck und die schrittweise Zerstörung des Sehnervs. Allerdings sind erhöhter Augeninnendruck und Glaukom nicht gleichzusetzen. Die Situation ist vielmehr vergleichbar mit Bluthochdruck. Dieser gilt zwar als Risikofaktor für einen Schlaganfall, ist jedoch nicht mit diesem gleichzusetzen (Schlaganfall auch ohne Bluthochdruck möglich und Glaukom auch ohne erhöhten Augeninnendruck möglich). In Deutschland sind etwa 950.000 der über 40-Jährigen am Glaukom erkrankt; mindestens 2 Mio. haben bereits eine Vorstufe dieser tückischen Krankheit, wissen es aber nicht (vgl. Blickpunkt-Auge.de). Risikofaktoren sind neben höherem Lebensalter und erblich bedingter Disposition u. a. auch Kurzsichtigkeit (Myopie) ab ca. fünf Dioptrien. Das chronische Glaukom entsteht und verläuft meist unbemerkt, denn es bereitet weder Schmerzen noch andere Beschwerden. Eine für den Betroffenen erkennbare Sehbeeinträchtigung tritt erst ein, wenn bereits ein Teil der Sehnervenzellen zerstört ist. Hierdurch verursachte Gesichtsfeldausfälle sind nicht reparabel. Mit einer täglichen Augentropfengabe kann das Fortschreiten der Krankheit aufgehalten werden. Bei bereits eingetretenen Ausfallerscheinungen kann oft nur noch operativ behandelt werden, um weitere Zerstörungen zu verhindern. Typische Symptome: Nachtblindheit, Gesichtsfeldeinengung (Röhrenblick), Erblindung, keine Frühsymptome erkennbar. Hier sehen Sie in einem Kurzfilm zum Glaukom wie sich die Erkrankung im Alltag auswirken kann.

Goalball

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Buchstabe H

Hörfilm

Als Hörfilm werden Filme mit zusätzlicher akustischer Bildbeschreibung (Audiodeskription) für blinde und sehbehinderte Menschen bezeichnet.

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Buchstabe I

Inklusion

Die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Verena Bentele, hat eine digitale Inklusionslandkarte installiert, denn „es gibt viele unterschiedliche Wege, sich mit Inklusion zu befassen. Es gibt viele unterschiedliche Sichtweisen, was Inklusion genau ist. Und es gibt viele Wege, das gemeinsame Ziel zu erreichen. Eine inklusive Gesellschaft ist eine vielfältige und bunte Gesellschaft. Diese Vielfalt wird auf der Inklusionslandkarte dargestellt. Hier erscheinen Institutionen, Organisationen und Projekte, die sich mit dem Thema Inklusion beschäftigen und sich auf den Weg gemacht haben, inklusiv zu werden…“

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Buchstabe K

Katarakt (Grauer Star)

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Buchstabe L

Lormen

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Louis Braille

Louis Braille wurde am 4. Januar 1809 in Coupvray bei Paris geboren. Er ist der Erfinder der heutigen Blindenschrift. Wie es dazu kam können Sie diesem ausführlichen Artikel zum Leben von Louis Braille entnehmen.

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Buchstabe M

Monokular

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Buchstabe P

Parkausweis

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Buchstabe R

Retinitia Pigmentosa

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Buchstabe S

Screenreader

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Schwarzschrift

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Schwerbehindertenausweis

Auf Antrag des behinderten Menschen stellen die Landkreise im Freistaat Sachsen und die Kreisfreien Städte Chemnitz, Dresden und Leipzig nach § 69 SGB IX das Vorliegen einer Behinderung und den Grad der Behinderung (GdB) fest. Eine Feststellung ist nur zu treffen, wenn ein GdB von wenigstens 20 vorliegt. Ab einem GdB von mindestens 50 wird von den Landkreisen und Kreisfreien Städten auf Antrag zudem ein Schwerbehindertenausweis ausgestellt. Sind neben dem Vorliegen der Behinderung weitere gesundheitliche Merkmale Voraussetzung für die Inanspruchnahme von Nachteilsausgleichen, so treffen die Landkreise und Kreisfreien Städte die erforderlichen Feststellungen im Verfahren (Vergabe der Merkzeichen G, aG, Bl, Gl, H, RF, 1.Kl., B nach der Schwerbehindertenausweisverordnung – SchwbAwVO). Der Ausweis und die darauf gedruckten Merkzeichen dienen dem Nachweis für die Inanspruchnahme von Leistungen und sonstigen Hilfen, die schwerbehinderten Menschen nach Teil 2 des SGB IX (z. B. unentgeltliche Beförderung im öffentlichen Personenverkehr, Kündigungsschutz, Zusatzurlaub) oder nach anderen Vorschriften (z. B. dem LBlindG, dem Steuerrecht, bei der Erwerbstätigkeit, im Bereich der Kommunikation und der Medien) zustehen. Quelle: Kommunaler Sozialverband Sachsen

Showdown

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Sehbehinderung

Wesentlich sehbehindert ist, wer auf dem besser sehenden Auge mit Korrektur, d. h. mit Brille oder Kontaktlinsen nicht mehr als 1/3 von dem sieht, was mit normaler Sehkraft erkannt wird (Sehrest ≤ 30 %). Als hochgradig sehbehindert gilt, wer auf dem besseren Auge trotz Korrektur nicht mehr als 5% (1/20). Mit dem Sehbehinderungssimulator ist es möglich, anhand einer eingegebenen Adresse (z. B. Semperoper Dresden) den gewählten Ort aus der Sicht drei unterschiedlicher Augenerkrankungen mit verschiedenen Sehstärken anzuschauen.

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Buchstabe T

Taktil

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Taubblindheit

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Torball

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Buchstabe U

UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK)

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