Die Kreisorganisation Meißen des Blinden und Sehbehindertenverbandes Sachsen e.V. hatte zu ihrem
1.Sommerfest eingeladen.
Der Einladung waren über 30 Mitglieder mit ihren Begleitpersonen gefolgt.
Zu Gast waren wir beim Verein „Hilfe für dich“ im Bürgerhaus Zehren.
Geplant hatten wir, die Zeit zwischen Kaffeetrinken und Abendbrot unter freiem Himmel zu verbringen. Aber nichts da, ausgerechnet an unserem Sommerfesttermin erwartete uns ein Mix aus Nieselregen und Sonnenschein. So nahmen wir notgedrungen in den Räumlichkeiten des Vereins Platz, wo Herr Schelenz mit seinem Team eingedeckt hatte. Nach dem Kaffeetrinken und vielen Gesprächen brachen wir um 16:15 Uhr zu einer Bergtour auf.
Das Ziel war die Michaeliskirche Zehren, die nur ca. 100 m Luftlinie entfernt auf dem Berg steht.
Unsere hochgradig sehbehinderten und blinden Mitglieder staunten nicht schlecht, wie steil der Weg über Treppen bergwärts führt. Jetzt können Sie sich viel besser vorstellen, wie die topographische Lage In Zehren ist. Vor der Kirche erwartete uns Herr Mathias Kunze.
In seinem Vortrag über die Kirche in Zehren hörten wir viel Interessantes aus der Geschichte des Kirchenbaus, den heiligen Michael als Namensgeber und die Einbindung in die Ortslage Zehren. Auch konnte er aus eigenem Erleben viele Erfahrungen einbringen, da er selbst als Jugendlicher bei der Renovierung mitgeholfen hat.
Herrn Kunze gelang es, Den Aufbau und die Ausstattung sehr plastisch zu beschreiben, so dass wir uns vorstellen konnten, wie die Kirche aussieht.
Auch das Betasten der historischen, in die Wände eingelassenen Grabplatten fand großen Anklang.
Vielen Dank an Herrn Kunze für seinen interessanten Vortrag.
Als wir wieder am Bürgerhaus an kamen, lagen schon die ersten Bratwürste auf dem Grill.
Bei einem guten Schluck und interessanten Gesprächen verging die Zeit wie im Flug.
Zum Schluss waren sich alle einig: Trotz des Wetters war es ein wunderschöner, verlängerter Nachmittag, der auf jeden Fall wiederholt werden sollte.
An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an Herrn Schelenz vom Verein „Hilfe für dich“ mit seinem Team, der maßgeblich zum Gelingen unseres Sommerfestes beigetragen hat. Wir empfehlen Sie gerne weiter.
Wir, das sind Sigrid Wünsche und Andreas Schneider von der Kreisorganisation Meißen des Blinden und Sehbehindertenverbandes Sachsen e.V.
Eingeladen hatte uns die Stammgruppe 3 der Freien Werkschule Meißen” mit ihrer Klassenlehrerin Frau Höntsch. In dieser Gruppe lernen Kinder von der 1. bis zur 4. Jahrgangsstufe gemeinsam.
Sie hatten sich länger mit dem Thema Körper und unseren fünf Sinnen beschäftigt. Das Auge stand im Mittelpunkt. Es wurde besprochen wie es funktioniert und nun wollten sie erfahren, wie Menschen den Alltag bestreiten, die nicht oder kaum sehen können. Die Kinder waren sehr neugierig auf unseren Besuch und hatten fleißig Fragen vorbereitet.
Nach der Begrüßung stimmten uns die Kinder mit dem Lied „Du bist Anders“ auf die Fragestunde ein. „Wie kochen Sie“, „Wie kaufen Sie ein“ und „Wie orientieren Sie sich im Verkehr“, alle diese Fragen konnten wir beantworten und gleichzeitig Tipps für den Umgang miteinander geben. So konnten sie Interessantes erfahren, Berührungsängste abbauen und den Umgang mit blinden Menschen “üben”. Natürlich hatten auch wir uns vorbereitet und viele unserer technischen Hilfsmittel mitgebracht. So zeigten wir ihnen, wie wir uns mit deren Hilfe im Alltag zurechtfinden.
Großes Interesse fand zum Beispiel der „Penny Talks“, ein Markierungssystem mit dem man Etiketten akustisch beschriften kann. Dadurch ist es auch für uns möglich, sich im Haushalt und in unseren persönlichen Sachen ohne fremde Hilfe zu orientieren.
Dabei wurde aber auch deutlich, dass Blinde oder Sehbehinderte trotz der vielen technischen Hilfen viel mehr Zeit für Alles benötigen. Trotzdem sind wir, wie zum Beispiel beim Einkaufen auf die Unterstützung von anderen Personen angewiesen.
Aber auch die sprechende Uhr oder ein Organizer für Kleingeld, mit dem man als Blinder bezahlen kann, erregte große Aufmerksamkeit.
Die Zeit verging wie im Flug.
Es hat den Kindern auch sehr gefallen, dass Frau Wünsche ihre Namen in Blindenschrift geschrieben hat. Mit dem eigenem Namen in Punktschrift wurde noch einmal ein ganz persönlicher, fühlbarer Bezug zum Thema hergestellt.
Als Fazit dieser Veranstaltung wurde unter anderem folgendes festgestellt: Ordnung ist das halbe Leben, es macht vieles einfacher, das trifft besonders für uns zu, aber auch für die Kinder. Frau Höntsch sagte uns abschließend:
„Die Kinder haben gebannt zugehört – das zeigt, wie interessant und beeindruckend ihre Berichte waren. Ich denke, die Kinder werden sich noch lange daran erinnern.“
Wir bedanken uns für die perfekte Organisation bei Frau Höntsch und bei Frau Schöne, die dafür sorgte, dass wir mit unserem Gepäck problemlos die Schule erreichten und wieder nach Hause kamen.
Bei Bedarf stehen wir auch gern wieder zur Verfügung.
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