Zweite Qualifikation „Taubblindenassistenz“

„Am 27. Oktober 2016 endete die zweite Qualifikation „Taubblindenassistenz“ mit der Übergabe der Zertifikate. Frau Börner (Leiterin der Fachgruppe Taubblinde und hör-sehbehinderte Menschen im Blinden- und Sehbehindertenverband Sachsen) kam aus Dresden und gratulierte den Teilnehmerinnen zum erfolgreichen Kursabschluss. Sie dankte ihnen für ihr Interesse an der Assistenz und wünschte sich, dass damit mehr Menschen mit dieser besonderen Einschränkung nun mehr Chancen auf Teilhabe bekommen. Der Kurs bestand aus 33 Kurstagen und weiteren 50 Stunden Praxiseinsätzen. Ihr Können haben die Teilnehmerinnen nicht nur in einer Klausur zu Grundlagen der Arbeit, sondern auch in praktischen Prüfungen der Gebärdensprache, der Braille-Schrift, des Lormens, des taktilen Gebärdens und der Mobilitätsbegleitung nachgewiesen. Der Freistaat Sachsen hat den Kurs finanziell gefördert. Das Zertifikat ist vom Gemeinsamen Fachausschuss Hörsehbehindert/Taubblind (GFTB) anerkannt.

Auf einer Treppe stehen die Absolventen der Ausbildung zum Taubblindenassistenten und Frau Rita Börner von der FG Taubblinde und hör-sehbehinderte Menschen des BSVS.
Foto: Michael Zimmermann                

Ein neuer Kurs wird voraussichtlich Anfang 2018 in der Diakademie in Moritzburg beginnen. Interessierte können sich schon jetzt unter info@diakademie.de melden.“

(Quelle: Michael Zimmermann, Direktor Diakademie Moritzburg)

 

Ihr Spruch zum Bundesteilhabegesetz

„Am 7. November 2016 wird der DBSV vor dem Reichstagsgebäude für Verbesserungen beim Bundesteilhabegesetz kämpfen. Für die Aktion fehlen uns noch ein paar pfiffige Sprüche, die unsere Forderungen kurz und „knackig“ auf den Punkt bringen.

Haben Sie eine gute Idee für einen Sprechchor oder ein Demo-Schild zum Bundesteilhabegesetz? Dann mailen Sie bitte Ihre Anregungen an Volker Lenk (E-Mail: v.lenk@dbsv.org).

Die Forderungen des DBSV finden Sie unter folgender Adresse:

http://www.dbsv.org/dbsv/aufgaben-und-themen/teilhabegesetz/#c5218

Informationen zur Aktion am 7. November 2016 finden Sie unter:

http://tinyurl.com/November07″

(Quelle: [dbsv-direkt] Nr. 63-16, Volker Lenk, Pressesprecher, DBSV)

Bundesteilhabegesetz: Aufruf zur Aktion am 7. November 2016 vor dem Reichstagsgebäude in Berlin

Am 7. November 2016 findet die Anhörung zum Bundesteilhabegesetz statt. Wie beim Verwaltungsrat in Saarbrücken angekündigt, wird der DBSV aus diesem Anlass Präsenz zeigen:

  • Ort: Berlin, vor dem Reichstagsgebäude (Westseite/Platz der Republik)
  • Zeit: Montag, 7. November 2016, 10.30-12.00 Uhr

Blinde und sehbehinderte Menschen dürfen nicht zu den Verlierern des Teilhabegesetzes werden – diese Botschaft möchten wir den Teilnehmern der Anhörung mit auf den Weg geben. Damit uns das gelingt, bitten wir insbesondere diejenigen Landesvereine, die in „Tagesfahrtnähe“ zu Berlin liegen, unser Anliegen durch die Anreise möglichst vieler Menschen zu unterstützen.

Zwei Hinweise zur Optik unserer Aktion:

  • Wir möchten an unsere erfolgreiche Bade-Aktion erinnern – bitte also Bade-Utensilien wie Schwimmringe, Badekappen, Rettungswesten etc. mitbringen.
  • Wir setzen auf die Farben Gelb und Schwarz – so gewährleisten wir die größtmögliche Erkennbarkeit. Vor Ort werden wir gelbe Basecaps mit schwarzen Punkten verteilen.

Im Anschluss an die DBSV-Aktion finden weitere Veranstaltungen zum Bundesteilhabegesetz statt, die Sie besuchen können:

  • 13.00 Uhr Nähe Reichstagsgebäude/Paul-Löbe-Haus
  • 14.00 Uhr am Brandenburger Tor

Aktuelle Infos zu diesen und eventuellen weiteren Veranstaltungen finden Sie unter www.teilhabegesetz.org

Wir regen an, beim Besuch weiterer Veranstaltungen als Gruppe zusammenzubleiben, um dort als „Block“ blinder und sehbehinderter Menschen wahrgenommen zu werden.“

(Quelle: Volker Lenk, Pressesprecher, DBSV)

TV-Nachrichtenflaggschiff „MDR aktuell“ ab 2017 auch mit Gebärdendolmetscher

Intendantin Karola Wille begrüßte herzlich auch Prof. Dr. Thomas Kalisch, Direktor der Deutschen Zentralbücherei für Blinde in Leipzig.
MDR Treffen mit den Behindertenverbänden am 11. Oktober 2016 in der Intendanz.
Foto: MDR/Axel Berger

Mit dem 5. Jahrestreffen heute, 11. Oktober in Leipzig, ist derkonstruktive Dialog zwischen dem MITTELDEUTSCHEN RUNDFUNK und den Behindertenverbänden fortgesetzt worden.

Barrierefreiheit hat beim MDR weiterhin Priorität: Ab 2. Januar 2017 wird „MDR aktuell“ mit Gebärdung gesendet. Neu sind 2017 auch die Hörbeschreibung der „Silbereisen-Feste“ sowie der erste wöchentliche Nachrichtenüberblick in Leichter Sprache für Menschen mit kognitiven Behinderungen in Mitteldeutschland.

Das Thema „Menschen mit Behinderung“ ist im MDR-Programm und bei den Zulieferungen für „Das Erste“ ein fester Bestandteil, von der Tagesaktualität über die dokumentarischen bis zu den fiktionalen Formaten. Damit nimmt der MITTELDEUTSCHE RUNDFUNK einen Spitzenplatz innerhalb der ARD ein.

Die Behindertenverbände, Institutionen und die DZB, ohne deren Unterstützung passgenaue Angebote für behinderte Menschen im MDR nicht umsetzbar wären, haben mit Genugtuung den weiteren Ausbau der Barrierefreiheit begrüßt. MDR-Intendantin und ARD-Vorsitzende Prof. Dr. Karola Wille unterstrich: „Der MDR bleibt auch weiterhin ein verlässlicher Partner benachteiligter Menschen“

Gebärdensprache: „MDR aktuell“ bietet ab 2. Januar 2017 seine beiden täglichen Abendausgaben, 20.15 und 21.45 Uhr,

mit Gebärdendolmetscher an und baut damit die barrierefreien Angebote für gehörlose Menschen aus. Das teilte der MDR heute in Leipzig anlässlich seines Jahrestreffens mit Behindertenverbänden mit. Durch diese Gebärdung unterstreicht der Sender seine Bedeutung als das Informationsmedium in Mitteldeutschland. Bisher gibt es in Deutschland diesen Service nur für die „Tagesschau“ und das „heute-journal“.

Zu empfangen ist das Angebot über MDR+ im Internetfernsehen sowie im Livestream von www.mdr.de

Der MDR sendet bereits das regionale Informationsmagazin „MDR um 11“ mit Gebärde.

Audiodeskription: Ebenfalls neu werden die vom MDR für „Das Erste“ produzierten „Feste mit Florian Silbereisen“ mit einer Live-Hörbeschreibung gesendet. Mit diesem zusätzlichen barrierefreien Zugang zur besten Sendezeit, 20.15 Uhr, beginnend ab 7. Januar 2017, können blinde und sehbehinderte Menschen dem beliebten Publikumsmagneten und seiner mehrstündigen Show ebenso folgen wie sehende Zuschauer.

Derzeit sendet der MDR etwa 10 Prozent seines eigenen Fernsehprogramms mit Audiodeskription. In den Abendstunden wird es ab 2017 im MDR FERNSEHEN mehr Sendungen mit Hörbeschreibungen geben. Dafür entwickelt der Sender derzeit eine neue Form der Audiodeskription, die sich auch für Reportagen eignet.

Untertitelung: 83 Prozent des täglichen MDR-Fernsehprogramms werden mit Untertitelung für Menschen mit Höreinschränkungen angeboten. Inzwischen sind wochentags alle Sendungen zwischen 6 und 22.05 Uhr untertitelt. Dieser Service für Gehörlose und Hörgeschädigte wird 2017 u.a. mit der Schließung von Lücken am Wochenende weiter ausgebaut. Das betrifft zum Beispiel auf vielfachen Wunsch die Untertitelung der Sonntags-Sendung „MDR Garten“.

Für „Das Erste“ stellt der MDR außerdem sicher, dass seine Zulieferungen barrierfei zugänglich sind:  Die vom MDR produzierte Ausgabe des Politmagazins „FAKT“, dienstags 21.45 Uhr im „Ersten“, ist mit Gebärdensprache in der Mediathek abrufbar. Mit Audiodeskription produziert der MDR für „Das Erste“ bereits jetzt u.a. die Hauptabendserien „In aller Freundschaft“, „Tierärztin Dr. Mertins“ oder „Um Himmels Willen“ mit Audiodeskription. 2016 kam die Vorabendserie „ Die iungen Ärzte“ dazu. Die „Tatort“-, „Polizeiruf 110“- und Fernsehfilm-Zulieferungen für „Das Erste“ werden bereits seit 2009 mit Hörbeschreibung ausgestrahlt. Alle MDR-Erstsendungen fürs Erste sind mit Untertiteln zu sehen.

Senderverantwortliche und Spitzenvertreter von Blinden-, Sehbehinderten- und Gehörlosenverbänden aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie der Deutschen Zentralbücherei für Blinde (DZB) und Behindertenbeauftragte der drei mitteldeutschen Landesregierungen bezogen in der Diskussion Stellung zu Erreichtem und neuen Aufgaben beim strategischen Ausbau der Angebote für Menschen mit Einschränkungen.

(Quelle: Margit Parchomenko, HA Kommunikation, MDR)