Begleitdienst der KO Leipzig

Unter Beachtung der momentanen Sicherheitsregel in unserem Land, möchten wir unsere Mitarbeiterin im Begleitdienst Frau Zenk schützen. Daher können wir bis auf Weiteres keine persönlichen Begleitungen durchführen. Stattdessen möchten wir unseren Mitgliedern in Leipzig anbieten, Sie beim Einkauf von Lebensmitteln zu unterstützen.

Haben Sie momentan keine oder wenig Möglichkeiten Einkäufe zu erledigen, so können Sie Frau Zenk anrufen und Ihren Einkaufszettel übermitteln. Bitte geben Sie hierbei nur Produkte an. Frau Zenk soll nach Möglichkeit nur einen Einkaufsmarkt ansteuern. Frau Zenk wird mit Ihrem PKW den Einkauf liefern. Bitte stellen Sie eine Kiste vor die Tür, damit die Produkte vor der Wohnungstür und ohne Kontakt übergeben werden können. Die Bezahlung erfolgt nach Möglichkeit in bar in einem Briefumschlag.

Wir bitten Sie, wie auch bisher um einen Eigenanteil von 1,00 Euro pro halbe Stunde. Um die Begleichung der Fahrtkosten kümmert sich die Kreisorganisation.

Kontakt über die Beratungsstelle:
Tel.: (0341) 35 54 26 71
Fax: (0341) 35 54 26 71
E-Mail: leipzig@bsv-sachsen.de

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Wie in der letzten Mitgliederinformation mitgeteilt, ist die Beratungsstelle weiterhin per E-Mail oder Telefon erreichbar.

(Quelle: Jens Fritzsch, Leiter Beratungsstelle KO Leipzig-Stadt, BSVS)

Ein spannender Ausflug in die dzb lesen nach Leipzig

Wir, fünf Mitglieder der Regionalgruppe Aue-Schwarzenberg und ihre Begleitpersonen, unternahmen am 21. Februar 2020 einen Ausflug ins Deutsche Zentrum für barrierefreies Lesen nach Leipzig.

Fünf Mitglieder und deren Begleitpersonen vor einem Springbrunnen auf dem Brühl in Leipzig.
Foto: RG Aue-Schwarzenberg

Wir starteten sehr früh mit der Bahn ab Aue.
Als wir dann in der dzb lesen ankamen, wurden wir herzlich begrüßt und stellten zuerst einmal unsere Sachen in einem Raum ab.

Nun begann die Führung.
Wir gingen zuerst in den Bereich, in dem die Schwarzschrift-Literatur in Braille umgewandelt wird. Nachdem das Buch oder die Zeitschrift umgewandelt ist, wird sie zur Korrekturleserin gebracht. Die beiden Korrekturleserinnen lesen die Bücher und Zeitschriften laut vor. Die eine Korrekturleserin liest das Buch in Schwarzschrift und die andere in Braille. Mögliche Fehler können dann auf der Matrize noch korrigiert werden.

Danach führte unser Weg in die Druckerei.
Dort wird alles gedruckt und zusammengestellt.

Anschließend ging es zur Buchbinderin.
Dort erfuhren wir, wie die Bücher noch sehr aufwändig fast ausschließlich in Handarbeit gebunden und beschriftet werden.

Der nächste Bereich war das Tonstudio, wo die Hörbücher in hoher Qualität von professionellen Sprechern gelesen werden.

Am Ende der Führung kehrten wir an unseren Ausgangspunkt zurück. Dort schauten wir uns verschiedene Reliefs an.
Nach der eindrucksvollen Führung entspannten wir uns beim Italiener mit leckerem Essen.
Bis zur Rückfahrt mit der Deutschen Bahn blieb noch etwas Zeit für einen kleinen Bummel auf dem Markt.

Mir hat es sehr gefallen und ich möchte allen für die gute Organisation danken. Ein Besuch in der DZB lohnt sich. Eine Anmeldung ist ganz einfach telefonisch möglich.

(Quelle: Louise Wappler, Schülerin 14 Jahre)

Erklärung des Vorstandes

Aufgrund der außerordentlichen Situation, die durch das sich ausbreitende Coronavirus entstanden ist, legt der Landesvorstand des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Sachsen e. V. folgende Sofortmaßnahmen fest:

1. Koordinierungsstelle

In der Geschäftsstelle wird bis auf Weiteres ein Notbetrieb eingerichtet. Für telefonische Anfragen und Auskünfte steht am Dienstag und am Donnerstag, in dem Zeitraum von 13.00 bis 16.00 Uhr, jemand zur Verfügung.

2. Veranstaltungen vom BSVS

Alle anstehenden Veranstaltungen werden bis auf weiteres abgesagt. Das betrifft die Landesdelegiertenkonferenz, Mitgliederversammlungen, welche ins zweite Halbjahr verlegt werden müssen, sowie auch die Treffen in den Regionalgruppen, Fachgruppen und Arbeitsgruppen des Verbandes. Das betrifft auch die vom BSVS organisierten Sportveranstaltungen.

3. Blickpunkt Auge

Das Blickpunkt Auge Mobil stellt bis auf weiteres seine Tätigkeit ein. Telefonische Auskünfte werden weiterhin dienstags von 9.00 bis 14.00 Uhr und freitags in der Zeit von 9.00 bis 12.00 Uhr erteilt.

4. Teilnahme an Gremien

Die Teilnahme von Mitgliedern unseres Verbandes an Veranstaltungen wie zum Beispiel Behindertenvertretungen, Landesarbeitsgruppen usw. sind abzusagen, wenn das von Seiten der verschiedenen Gremien nicht schon erfolgt ist.

5. Landeshilfsmittelzentrum

Das Ladengeschäft des Landeshilfsmittelzentrums, in der Louis-Braille-Str. 6, in Dresden bleibt bis auf weiteres für Besucher geschlossen. Telefonische Beratung und Bestellungen (0351 – 80 90 624) sowie Bestellungen im Onlineshop bleiben davon unberührt.

An Hilfsmittelveranstaltungen, sofern sie vom Veranstalter noch nicht abgesagt wurden, werden wir bis voraussichtlich 17. April 2020 nicht teilnehmen. Über Änderungen werden wir rechtzeitig informieren.

6. Aura-Pension Villa Rochsburg

Die Veranstaltungen in unserer Villa müssen abgesagt werden. Auf Grund der Situation werden für Stornierungen vor dieser Veröffentlichung keine Stornokosten berechnet.

Wir werden Sie rechtzeitig informieren, wenn wir den Veranstaltungsbetrieb wieder aufnehmen.

Liebe Mitglieder wir Alle stehen zusammen vor einer völlig neuen Lage. Wie lange, und wie stark jeder von uns mit dieser Situation leben muss, kann NIEMAND voraus sehen. Trotz aller Einschränkungen kommt es darauf an, unser Verbandsleben so gut wie möglich zu erhalten.

Den Kreisvorständen und den Regionalgruppenleitungen kommt jetzt eine besondere Rolle zu. Haltet regelmäßig Kontakt zur Mitgliedschaft, tauscht Informationen aus, erkundigt Euch, wie es vor allem unseren älteren Mitgliedern geht und organisiert Hilfe dort, wo sie gebraucht wird.

Auch gibt es jetzt die Möglichkeit, sich mit dem zu befassen, was schon lange einmal gemacht werden sollte. Wir denken da nicht nur an persönliche Dinge, auch Konzepte und Pläne oder neue Ideen für unsere Vereinsarbeit könnten vorbereitet werden.

Nutzt dazu auch die elektronischen Medien, aber auch das gute alte Telefon. So müssen wir alle zusammen versuchen, das Beste aus der Situation zu machen.

A. Schneider
Stellvertretender Vorsitzende

H. Funke
Pressesprecher

Unser Spaziergang am 30. Januar über die Alte Messe in Leipzig

Wir trafen uns am Deutschen Platz, um die Entwicklung auf der Alten Messe seit 1990 kennen zu lernen.

Auf dem ehemaligen Messeparkplatz auf der Südseite sind die Gebäude des Max-Plank-Institutes und Bio-City errichtet worden. Der vierte Erweiterungsbau für die deutsche Nationalbibliothek wurde zwischen dem Altbau und der Semmelweis Straße angebaut. In der Fassade sind Bücherregale und ein liegendes Buch dargestellt.

Unser erster Besuch galt dem Deutschem Buch- und Schrift Museum in der Deutschen Nationalbibliothek. Freundlicherweise führte uns die Museumspädagogin Frau Merrem. Wir hörten von den ersten Schriften in Stein gemeißelt, den Höhlenmalereien, gemalten Büchern aus Holz und dem Buchdruck auf Papier. Die Sammelleidenschaft eines Dresdener Schneidermeisters war Grundlage für den Aufbau des Museums im 19. Jahrhundert. Unter anderem gehörte eine Gutenberg-Bibel zum Bestand, die nach dem 2. Weltkrieg als Beutekunst in die Sowjetunion verbracht wurde und heute in Moskau ausgestellt ist. Mit weiteren Informationen kamen wir zur Himmelsscheibe aus Nebra und einer vergoldeten Kupferscheibe (Nachbildungen). Diese Scheibe enthält Bild- und Video Informationen über das Leben auf der Erde und sie wurde von der NASA (amerikanische Weltraunbehörde) vor mehr als 15. Jahren in das Weltall geschossen. Der Satellit hat sich schon mehrere Lichtjahre von der Erde entfernt, es besteht aber immer noch Funkkontakt. Leider mussten wir uns an dieser Stelle mit einem herzlichen Dankeschön von Frau Merrem verabschieden, wir wurden jedoch für eine weitere Führung eingeladen.

Unser nächstes Ziel war die Deutsche Nationalbibliothek im gleichen Haus. Wir waren 15 Minuten zu spät und Frau Hoffmann erwartete uns bereits. In einem Sitzungssaal erfuhren wir vieles über das Buchgewerbe in Leipzig (Leipzig war das Zentrum des Buchdruckes), der Gründung der Deutschen Bücherei durch die Verleger 1912, die Trennung nach dem 2. Weltkrieg,  die Kriegsschäden, die Wiedervereinigung nach dem Mauerfall mit den Namen Deutsche Nationalbibliothek, und die vier Erweiterungsbauten. Auf dem Rundgang sahen wir, das Musikarchiv mit Klangraum, das Bild der Verleger, die gespendete Vase und den ersten Leseraum der weitestgehend im Original erhalten ist. In der Eingangshalle erfuhren wir noch einiges zu architektonischen Details, die originalgetreu wiederhergestellt wurden. Vielen Dank an Frau Hoffmann für ihre Ausführungen.

Außenansicht der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig.
Foto: Deutsche Nationalbibliothek, Bärbel Kaiser

Auf dem Deutschen Platz angekommen, schauten wir auf die Neubauten für das Max-Plank-Institut, die Bio-City und den Neubau für behinderte Kinder auf vier Etagen (Krippe, Kindergarten, Schule) in der Philipp-Rosenthal-Straße.

Vorbei an der Bio-City (hier standen die Messehallen 20 und 22) ging es zum Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie (IZI) an der Zwickauer Straße. Frau Paasche hatte für uns ein Tastmodell des Institutes für Zelltherapie und Immunologie, sowie Käfige und Futterautomaten bereitgestellt. Nach einer allgemeinen Information über die Aufgaben und die Finanzierung, sprach Frau Paasche über die ersten Erfolge bei der Blutkrebsbekämpfung. Wir sprachen auch über die Notwendigkeit von Tierversuchen in der Forschung. Am Tastmodell des Institutes konnten wir erkennen, wie die Zuordnung der drei Häuser erfolgte. Bei dem Betasten der Käfige konnten wir den Lebensraum der Tiere erfassen. Die Futterautomaten konnten wir fühlen und zum Teil auch auseinandernehmen.

Außenansicht des Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie (IZI).
Foto: Fraunhofer IZI

Wir wurden auch über den Neubau für das Deutsche Zentrum für Integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) südlich an der Zwickauer Straße informiert. Das Objekt hat eine Kupferfassade, die bei Sonneneinstrahlung golden glänzt. Zu diesem Institut gehört auch das neue Gewächshaus in dem Botanischem Garten. In 12 Bereichen können unterschiedliche Anzucht- und Lebensbedingungen von Pflanzen simuliert werden.

Westlich der Zwickauer Straße haben sich folgende Firmen angesiedelt und neu gebaut: Autoteile Unger (ATU), Motorradhandel KDM, Sanitär Heinze, eine Niederlassung des Bundes, eine Blutbank (HEMA), im Bau Mietlagerboxen, geplant: Sporthalle mit 10.000 Besuchern. An der Richard-Lehmann-Straße (Automeile) sind folgende Firmen vertreten: Audi, Mercedes, VW, BMW, Honda und ein privates Autohaus.

Nach dem Mittagessen ging es zum neuen Stadtarchiv im ehemaligen sowjetischen Messehaus (erbaut in den 1920er Jahren als Messehaus für die Baumesse). Der Portikus wurde mit der Übergabe an die Sowjetunion umgebaut (goldene Pyramide mit rotem Stern). Nach dem Umzug der Messe in den Norden stand das Messehaus seit 1993 leer. Für das Stadtarchiv restauriert und mit einem Anbau in westlicher Richtung ergänzt (2019 bezogen). Hier war Frau Michalski für uns da. Wir bekamen Informationen über das Haus, die Nutzung und den Umzug von der Torgauer Straße zur Messe. Unser Rundgang begann in die Restaurierung (Urkunden, Dokumente, Bücher usw.). Der Mitarbeiter des Hauses informierte uns über die Ursachen der Schädigung und die Möglichkeiten der Rettung der einzelnen Seiten, die Aufspaltung des Papieres und Sanierung mit hauchdünnem Gewebe, die Wässerung von Papier zur Absenkung des Säurehaushaltes usw. Dieser Teil gehört nicht zur öffentlichen Führung und wurde für uns extra vorbereitet. Bei der Führung durch das Haus erfuhren wir viel Wissenswertes über die Schreibweise von Leipzig, die Siegelung von Dokumenten und Briefen. Im Sitzungsraum ist eine Wand mit Namen bekannter Leipziger Bürger beschrieben, in dem Blauen Salon sind Sprüche bekannter Persönlichkeiten verewigt.

In den Archivräumen wurde uns die Temperatur und Luftfeuchtigkeit erklärt und die Lagerproblematik erläutert. Wir hörten, dass nur 5 Prozent der anfallenden Akten gesammelt und für die Ewigkeit gesichert werden. Im Obergeschoss wurden uns die an Wänden und Decken angebrachten Kunstwerke erklärt. Auf dem Rückweg schauten wir durch das Spezialglas in den Raum mit den historischen Dokumenten im speziell angefertigten Holzschrank.

Wir danken den vier Damen Frau Ulrike Merrem, Frau Cornelia Hoffmann, Frau Britta Paasche und Frau Nora Michalski für ihre interessanten Erläuterungen.

Nach dem Kaffeetrinken setzten wir den Rundgang über die Messe fort, bei Zweirad Stadler (ehemalig größte Messehalle) kamen wir aus dem Staunen nicht heraus, eine ganze Messehalle voller Zweiräder. Auf der Straße des 18. Oktober waren wir an der Brückenbaustelle über die Bahn (geplante Fertigstellung 2021), die auf der Sichtachse zwischen Völkerschlachtdenkmal und Neuem Rathaus liegt (hier soll die Fahrradstraße verlängert werden). Die Bundesbank und der Eventpalast und Neubau (Mietflächen für Gewerbe) lagen am Weg. Wir sahen das letzte Doppel M für Mustermesse am Nordeingang, eine Stahl-Alu-Konstruktion von ca. 18 m Höhe. Durch das Möbelhaus Porta ging es zur Prager Straße, der Portikus der ehemaligen Halle 2 fand unsere Aufmerksamkeit und wir schauten hinüber zum Barnett-Licht-Platz (ehemals Messeparkplatz) und dem hier entstehenden fünfzügigem Gymnasium.

Damit endet unser Spaziergang über die Alte Messe.

Aus der Erinnerung niedergeschrieben
Leipzig, 8. Februar 2020
Wolfram Ehms
Wanderleiter

Exkursion – Regionalgruppe Hoyerswerda zur Kamelienschau nach Königsbrück

Der 20. Februar des Jahres 2020 wird den Teilnehmern der Exkursion der Regionalgruppe Hoyerswerda des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Sachsen e. V. Kreisorganisation Bautzen noch lange im Gedächtnis bleiben. Christine Pavelka organisierte für 21 Teilnehmer zur nunmehr 21. Kameliensaison eine Busreise.

Eine Schülerin zeigt einem Besucher die Kamelieblüten.
Foto: Reinhard Hoffmann

Jedes Jahr besuchen tausende Gäste aus ganz Deutschland die Kamelienaustellung in der Stadt an der Via Regia im Landkreis Bautzen. Die am weitesten Gereisten kamen aus den USA. Im Gewächshaus am Königsbrücker Schloss verzaubern etwa 150 Kamelienpflanzen mit ihren prachtvollen Blüten in Rot, Weiß oder Pink. Einmalig in ganz Deutschlandwerden werden in dem 6 mal 26 m großen Gewächshaus drei Generationen dieser schönen Pflanzen gezeigt. Die ältesten Exemplare sind etwa 190 Jahre alt.

Die Betreuung und Pflege hat der Heimatverein Königsbrück und Umgebung übernommen. Der Verein hat 70 Mitglieder, die sich in ungezählten Stunden ehrenamtlicher Arbeit geradezu aufopferungsvoll um ihre blühenden Schätze kümmern. Deren Vorsitzender Peter Sonntag und die 20 Mitglieder der Kameliengruppe des Vereins bieten seit drei Jahren Führungen für Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen an. Der Verein kann sich dabei auf eine langjährige Partnerschaft mit der Arthur-Kiessling -Oberschule Königsbrück stützen. Doris Füssel, Mitglied des Heimatvereins und von manchen der Enthusiasten „Mutter der Kamelien“ genannt, betreut für Schülerinnen der Klassen 4 bis 7 ein Ganztagsangebot zur Pflege der Kamelien über das ganze Jahr.

Kameliendamen "Schneeweißchen" und "Rosenrot"
Foto: Reinhard Hoffmann

Am 20. Februar begrüßten neben den Kameliendamen „Schneeweißchen“ und „Rosenrot“ auch sieben Königsbrücker Schülerinnen die Gäste aus Hoyerswerda. Lilli, Lina, Cindy, Aidilie, Olivia, Johanna und Marie nahmen die Seniorinnen und Senioren gleich an der Treppe zum Gewächshaus in Empfang. Marie aus der Zehnten ist nun schon zum dritten Mal dabei und kann den Jüngeren den einen oder anderen Tipp geben. Sie erzählt mir stolz, wie im vorigen Jahr ein älterer Herr ihr sehr herzlich für das Erlebnis Kamelienschau gedankt hat, weil „sie mir für 30 Minuten die Pracht dieser Schau erlebbar gemacht hat.“ Es ist beeindruckend, wie einfühlsam an diesem Nachmittag Mattea mit Frau Fram aus Hoyerswerda durch das enge Gewächshaus geht. Hand in Hand stehen sie vor den Blüten einer rosafarbenen Kamelie. Gemeinsam erstasten sie die Blüten am Strauch. Die Dame aus Hoyerswerda ist voll des Lobes und Dankes für ihre junge Begleiterin.

Eine Besucherin wird von einer Schülerin durch die Kamlienschau geführt.
Foto: Reinhard Hoffmann

Zauberhaft, so sagt eine Seniorin neben mir. Für Interessierte entziffert Steffen Krenz aus Hoyerswerda im Gang des Gewächshauses eine Texttafel, ausgefertigt in der Form „Vollschrift“ der Blindenschrift. Dabei erklärt ihm Johanna zusätzliche Details zu IHREN Kamelien, ihrem wechselvollen Schicksal und der derzeitigen Pracht. Die Besucher aus Hoyerswerda sind sehr angetan von dieser Schrifttafel, die eine gute Ergänzung zu den Ausführern der Gästebetreuer ist.

Die Königsbrücker stehen im Austausch mit Kamelienfreunden und Züchtern in Deutschland und so kamen 2016 die seltenen Duftkamelien nach Königsbrück. Sie sind eine besondere Art, denn die meisten der Blüten der 150 Kamelienarten in der Welt sind geruchslos. Den Geruch dieser Kamelien bezeichnet Heimatsvereinsvorsitzender Peter Sonntag als einen Hauch von Feenduft. Und zur Überraschung aller zeigen die beiden Kameliendamen Franziska und Marie einen Flakon Kamelienparfüm. Diese neue Kreation, auch so eine Idee des Heimatvereins, wird erstmals am 1. März im Gewächshaus zu bewundern und zu kaufen sein. Der nächste Höhepunkt wird am 3. März ein Märchenrundgang mit Kindern der Kita sein.

Respekt und ein großes Danke deshalb auch von dieser Stelle an die Mitglieder des Vereins.

(Quelle: Reinhard Hoffmann)