Erweiterung des Villaangebotes im Jahresprogramm 2019

In unserer Sitzung der Villa-AG am 26. März 2018 haben wir uns dafür ausgesprochen, das Jahresprogramm 2019 unserer Bildungs-, Beratungs- und Erholungsstätte mit zwei attraktiven Angeboten zu bereichern.
Für die weitere Planung der Seminare „Digitale Fotografie als kreatives Hilfsmittel“ und „Zeit- und Stress-Management“ ist es wichtig, zunächst das Interesse abzufragen.

Bitte melden Sie sich bis zum 15. Juli 2018 dazu in der Aura-Pension „Villa Rochsburg“.

Aura-Pension „Villa Rochsburg“
Schloßstraße 17
09328 Lunzenau OT Rochsburg
Tel.: 037383 8380-0
E-Mail: villa@bsv-sachsen.de

(Quelle: Dietmar Mehnert, Villa-AG, BSVS)

Weihnachtsfeier in Schneeberg

Am 2.12.2017 trafen wir uns zur Weihnachtsfeier in Schneeberg. Der Tag begann mit einer Führung im „Bergmannsdom“, der St. Wolfgangskirche. Bereits der Hall der Stimmen und die niedrigen Temperaturen in der Kirche vermittelten einen Eindruck von Größe und Beschaffenheit des Gebäudes. Frau Hannelore Quaas erzählte uns sehr eindrücklich die bewegte Geschichte der Kirche, von ihrer Zerstörung nach dem zweiten Weltkrieg und dem bis 1998 dauernden Wiederaufbau. Sie beschrieb anschaulich die Bilder des Cranach – Altares, der in vielen einen Bildern Grundaussagen der Bibel erklärt. Ihr Vergleich von der Kirche auf dem Berg, die dort oben „auf Schneeberg schaut wie eine Glucke auf ihre Küchlein“ wird vielen in Erinnerung bleiben.

Nach der Führung ließen wir uns über den Schneeberger Weihnachtsmarkt zum Ratskeller treiben, wo der Tag bei gemütlichem Mittagessen und Gesprächen seine Fortsetzung fand. Dabei konnten wir auch unser neues Mitglied Carolin Tschiersch mit ihrer Familie in unserer Mitte begrüßen.
Wir danken nochmals Frau Quaas für ihre Kirchenführung und dem Ehepaar Rudolf für die Organisation des Tages.

(geschrieben von Sylvia Wagner)

Besuch im Technischen Museum „Silberwäsche“ Antonsthal

Ich erzähl Euch mal eine Geschichte“ – so klang es mehrmals aus dem Mund von Frau Gudrun Vinkelstein, Als sie uns durch – wie sie selbst sagte „ihr Museum“ führte. In einem  lebendigen und witzig illustrierten Vortrag weihte uns die alt eingesessene Antonsthalerin ein in die Geheimnisse der Silberwäsche, den Beginn des Erzbergbaus in Antonsthal die Funktion eines Wasserrades und viele andere kleine und große Dinge aus dem Bergbau und dem Alltag der Bergleute. So erhielten wir einen Einblick in die Technik der Erzaufbereitung vor ca. 180 Jahren. Im Breitenbrunner Ortsteil Antonsthal baute man bereits 1713 Erz ab.

Das Technische Denkmal ,,Silberwäsche“ in Antonsthal zeigt eine Pochwäsche, die der Aufbereitung der abgebauten Erze diente. Im Obergeschoss befindet sich eine Ausstellung, die sich bergmännischem Brauchtum widmet. Im Außengelände ist das Wasserrad zu sehen, das 15 hölzerne Pochstempel und drei Waschherde antreibt, die einst zur Zerkleinerung und Scheidung der Erze vom tauben Gestein dienten.

Als unsere Museumsführerin das Pochwerk in Gang setzte, erhielten wir einen kleinen Eindruck von der sehr schweren körperlichen Arbeit, aber auch von der hohen Lärm und Schmutzbelästigung, der die Bergleute und davon auch viele Knappen ab dem 8. Lebensjahr bereits ausgesetzt waren. Die Menschen sind damals auch oft nicht älter als 35 Jahre geworden. Über die Verhüttung der Erze kann sich der Besucher am Schicksal der ,,Königlichsächsischen-Antons-Silber-Schmelz-Hütte“ kundig machen, auf welche die Ortsgründung von Antonsthal zurückgeht.

So war es für die 20 Teilnehmer der Ausfahrt am 17.06.2017 ein lehrreicher Tag. Mit dem Bus fuhren wir von Aue über Schönheide und Eibenstock nach Antonsthal. Nach dem Museumsbesuch konnten wir in der Gaststätte zur Silberwäsche das schmackhafte Essen genießen. Im Anschluss fuhr uns Herr Werner Weck – ein vielen bekannter Reisebusfahrer über Breitenbrunn und Johanngeorgenstadt nach Wildenthal zur Schmugglerstube. In Johanngeorgenstadt machten wir noch Halt vor den bergmännischen Superlativen der Stadt – dem größten Schwibbogen, der eindrucksvollen Pyramide.

In der Schmugglerstube begrüßte uns zunächst der Grenzer an der Eingangstür. Aber Kontrollen mussten wir nicht über uns ergehen lassen. Wir konnten noch etwas Zeit auf dem sehr liebevoll angelegten Spielplatz verbringen. Jung und Alt erfreuten sich der kleinen Spielgeräte. Nach Kaffee und leckeren selbst gebackenen Kuchen hörten wir noch von Janine Klotz ihr selbst komponiertes und gedichtetes Lied zum Schulabschluss. Nach der Melodie „Down by the river“ beschrieb sie die Schulzeit als schönste Zeit, aber auch mit einer Träne im Knopfloch, denn nun beginnt für die Klassenkameraden ein neuer Lebensabschnitt – der Schritt in die Berufsausbildung. Dafür wünschen wir Janine – unserem jüngsten Mitglied mit 17 Jahren – alles erdenklich Gute. So klang die Ausfahrt mit vielen schönen Eindrücken aus.

Für unsere Mitglieder ist es etwas Besonderes, mit anderen Betroffenen die Schönheiten unserer Heimat kennenzulernen. Wir danken der museumsführerin, die es immer ermöglichte, auch Dinge anzufassen und wenn das nicht möglich war, diese sehr detailliert beschrieb.

Wir danken auch der Erzgebirgssparkasse für die Zuwendung von 150 Euro. Damit konnten wir bereits 50 Prozent der Buskosten decken.

(geschrieben von Kathrin Rudolf, RG Aue-Schwarzenberg)