Führung im Duft- und Tastgarten

Die Fotografie ist in der Normalperspektive abgelichtet. Im Vordergrund befindet sich eine Gebirgsrose (Rosa pendulina). Die fünf Kronenblätter haben den Farbverlauf von innen hellrosa nach außen zu dunkelrosa. Auf den Kronenblättern befinden sich Regentropfen. Die Narbe in der Mitte der Blüte ist dunkelgelb, die Staubblätter sind orangerot und die Pollen rot mit einem schwarzen Punkt in der Mitte. Im Hintergrund sind verschwommen die grünen Laubblätter der Rose abgebildet.
Foto © Freytag-Liebing

Der Sommer ist da, überall blüht und grünt es und viele verbringen den Urlaub in diesem Jahr eher in der Nähe und nicht weit weg. Der Duft- und Tastgarten Leipzig hat wieder geöffnet, dennoch gelten aufgrund der Corona-Krise immer noch Beschränkungen. So darf die Gärtnerin immer noch keine Führungen durchführen.

Um unser im letzten Jahr aufgebautes Angebot aber nicht vollständig einschlafen zu lassen, möchten wir, zunächst für diesen Monat, eine Führung anbieten. Wenn Sie Interesse haben, durch Susanne Siems am 29. Juli, 15.00 Uhr durch den Duft- und Tastgarten geführt zu werden, melden Sie sich bitte bei Herrn Fritzsch in der Beratungsstelle. Anmeldeschluss ist Freitag, der 24. Juli.

Wir werden wieder einen Obolus von 3,00 Euro pro Person einsammeln, der unserer Kreisorganisation als Spende zugutekommen wird. Es gelten die allgemeinen Hygienevorschriften, Abstand, wenn dieser nicht gehalten werden kann, nach Möglichkeit Mundschutz.

Wir werden im Herbst wieder Gespräche mit dem Botanischen Garten aufnehmen, derzeit ist es aufgrund der aktuellen Problemlage noch schwierig, mit den Mitarbeitern ins Gespräch zu kommen.

Allen einen schönen Sommer.

(Quelle: Susanne Siems, stellv. Vorsitzende KO Leipzig-Stadt, BSVS)

Aktuelle Informationen – Begleitdienst, Beratungsstelle, Duft- und Tastgarten, Villa Rochsburg

1. Begleitungen durch Frau Zenk

Ab sofort ist es wieder möglich Begleitwünsche anzumelden. Unter Einhaltung der sächsischen Corona Verordnung und Hygiene Vorschriften, kann Frau Zenk wieder eine Person, auch im ÖPNV begleiten. Frau Zenk ist mit der Wiederaufnahme unseres Services ausdrücklich einverstanden. Einkäufe für Mitglieder sind weiterhin möglich.

Sollten Sie noch auf der Suche nach einem Mundschutz sein, können Sie sich auch an Frau Zenk oder die Beratungsstelle wenden. Frau Zenk hat in den letzten Wochen auf Wunsch fleißig genäht und es sind noch ein paar Exemplare zu erwerben.

2. Beratungsstelle

Laut dem Sozialamt der Stadt Leipzig „sind persönliche Beratungen nach wie vor auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren“, aber eben auch möglich. Folgende Maßnahmen haben wir ergriffen, um den Besuch der Beratungsstelle bei dringendem Bedarf (auch bei Hilfsmitteln) zu ermöglichen:

  • Flächen –und Handdesinfektionsmittel, sowie Mundschutzmasken für Mitarbeiter und Besucher
  • Aufstellung einer transparenten Spuckschutzwand zwischen den Gesprächspartnern
  • Einlass nur nach Terminvereinbarung, damit keine Warteschlangen entstehen
  • Einlass nur mit Mundschutzmaske
  • Einlass nur für maximal 2 Personen
3. Führungen im Duft- und Tastgarten

Liebe Mitglieder der KO Leipzig Stadt,
leider muss auch die Führung am 29. April im Duft- und Tastgarten ausfallen. Der Garten ist, wie auch der gesamte Botanische Garten, derzeit und noch bis 3. Mai geschlossen. Wir hoffen sehr, dass wir im Mai unter Einhaltung der derzeit geltenden Hygieneregeln wieder eine Führung anbieten können.
Arbeitsgruppe Duft- und Tastgarten des BSVS

Mit freundlichen Grüßen

Susanne Siems
Blinden- und Sehbehindertenverband Sachsen e. V. Stellv. Vorsitzende Leipzig-Stadt

Tel: 0160 94 90 04 36, E-Mail: sehzeichen@t-online.de

4. Villa Rochsburg

Liebe Gäste der Villa Rochsburg,
seit dem Einleiten der Maßnahmen zum Schutz unserer Gäste und Mitarbeiter vor den Auswirkungen von Corona sind inzwischen fünf Wochen vergangen.

Seitdem ist es sehr ruhig in der Villa – abgesehen von dem kurzzeitigen Besuch der Kinder des Seniorenheim-Personals und gelegentlichem Klingeln des Telefons.

Ich hoffe, es geht Ihnen gut und Sie können die verordneten Einschränkungen kurzweilig, sinnvoll, aber auch zur Entspannung nutzen.
Gern möchte ich Sie hiermit darüber informieren, welche Seminare und Veranstaltungen nun Corona-bedingt leider nicht stattfinden können bzw. nach Möglichkeit verschoben werden müssen:

  • 24. bis 26. April 2020 : Navigationsseminar
  • 30. April bis 3. Mai 2020: Eltern-Kind-Wochenende
  • 4. bis 15. Mai 2020: Wanderwochen im Frühling
  • 16. Mai 2020: Jahresmitgliederversammlung des
    Fördervereins / Feierstunde zum 25-jährigen Jubiläum
  • 20. bis 24. Mai 2020: Himmelfahrt in Rochsburg
  • 25. Mai bis 2. Juni 2020: Pfingsten in Rochsburg
  • 6. Juni 2020: Tag der offenen Tür
  • 8. bis 14. Juni 2020: Parks, Schlösser und Gärten der Region
  • 15. bis 18. Juni 2020: Aktivtage für Sehbehinderte

Das ist sehr traurig, nachdem ja nun bereits der Tanzkurs, die Literatur zum Lauschen, die Wohlfühlwoche und die Oster-Woche ausfallen mussten. So hatte ich mir mein erstes Jahr in der Villa nicht vorgestellt. Und Sie, liebe Gäste, wollten all die schönen Tage auch nicht zu Hause verbringen. Aber das müssen wir jetzt durchstehen (ich hoffe das ganz sehr) und nach vorn blicken.

Frühester Wiedereröffnungstermin könnte der 19. Juni sein, so dass unsere erste Veranstaltung das Wochenende für Jugendliche und junge Erwachsene wäre.

Vorher macht es keinen Sinn. Denn selbst wenn touristische Übernachtungen vielleicht ab Mitte Mai wieder erlaubt werden, dann wird das nur unter strengen Auflagen erfolgen und schon beim geforderten Mindestabstand bekommen wir in unserer Einrichtung sowie bei Ausflügen Probleme. Mir ist auch bewusst, dass viele unserer Gäste zur Risikogruppe zählen und deshalb hier besondere Vorsicht geboten ist.
Sehr interessant informiert zu diesem Thema auch der Beitrag „Sich und andere schützen“ im Corona-Ratgeber des DBSV im Internet unter https://www.dbsv.org/corona.html#schuetzen

Wir möchten kein Risiko eingehen und so kann der 19. Juni auch wirklich nur der frühestmögliche Termin sein, der – je nachdem, wie sich die Pandemie und der Maßnahmenplan der Regierung entwickeln -, durchaus auch nochmal verschoben werden kann.

Ich möchte die Gelegenheit auch nutzen, um darauf aufmerksam zu machen, dass für die Sommermonate – vor allem im Zeitraum 29. Juni bis 19. Juli – noch freie Zimmer gebucht werden können. Auslandsreisen werden ja vielleicht noch nicht wieder möglich sein.

Und auch „Weihnachten in der Villa“ vom 20. bis 30. Dezember ist noch nicht komplett ausgebucht.

Ich hoffe sehr, dass wir uns bald alle gesund wiedersehen und wünsche Ihnen bis dahin alles erdenklich Gute.

Ihre Michaela Mehlhorn
im Namen des gesamten Villa-Teams

(Quelle: Jens Fritzsch, Leiter Beartungsstelle KO Leipzig-Stadt, BSVS)

Wichtiges aus der KO Leipzig

1. Information des Stadtvorstandes zu Veranstaltungseinschränkungen

Liebe Mitglieder der KO, liebe ehrenamtlich Arbeitende,

aufgrund der aktuellen Situation hat der Stadtvorstand beschlossen, bis 30. Juni alle Veranstaltungen in den Betreuungsbereichen nicht durchzuführen. Bitte haltet Euch daran! Diese Veranstaltungen finden in geschlossenen Räumen statt und der Großteil unserer Mitglieder gehört zu mindestens einer Risikogruppe. Um in dieser schweren Zeit auch für jedes einzelne Mitglied da zu sein, gibt es zum Glück Telefon und E-Mail. Auch der Stammtisch und der Nachmittag von Christa Czech sollten bis zum Sommer nicht stattfinden.

Bitte habt für diese Entscheidung Verständnis. Es geht um unser aller Gesundheit.
Euer Stadtvorstand

2. Unsere neue Broschüre

Unsere Neuauflage der Broschüre „Blinde und sehbehinderte Menschen in Leipzig, Tipps und Ansprechpartner auch für Angehörige“ ist vom Vorstand unter der Leitung von Frau Siems fertiggestellt wurden. Eigentlich sollte die Broschüre zur Mitgliederversammlung vorgestellt werden. Falls Sie Schwarzschrift Exemplare benötigen, z.B. für Interessenten unserer Selbsthilfeorganisation, Ihren Augenarzt oder sich selbst, senden wir Ihnen gern Broschüren zu. Unter folgendem Link können Sie die Broschüre im PDF Format auf unserer Homepage finden:

https://www.bsv-sachsen.de/WP_2015/wp-content/uploads/2020/Blinde_und_sehbehinderte_Menschen_in_Leipzig.pdf

3. Beratungsstelle

In den letzten zwei Wochen hatte ich die Möglichkeit mit vielen Mitgliedern zu telefonieren. Hierbei konnten kleinere und größere Herausforderungen gelöst werden. Insbesondere unsere Möglichkeit des Einkaufes von Lebensmitteln wurde gut angenommen. Falls Sie Hilfe in irgendeiner Art benötigen, scheuen Sie sich nicht in der Beratungsstelle anzurufen! Gesundheit vorausgesetzt, unterstützen wir weiterhin unsere Mitglieder.

(Quelle: Jens Fritzsch, Leiter der Beratungsstelle KO Leipzig-Stadt, BSVS)

Begleitdienst der KO Leipzig

Unter Beachtung der momentanen Sicherheitsregel in unserem Land, möchten wir unsere Mitarbeiterin im Begleitdienst Frau Zenk schützen. Daher können wir bis auf Weiteres keine persönlichen Begleitungen durchführen. Stattdessen möchten wir unseren Mitgliedern in Leipzig anbieten, Sie beim Einkauf von Lebensmitteln zu unterstützen.

Haben Sie momentan keine oder wenig Möglichkeiten Einkäufe zu erledigen, so können Sie Frau Zenk anrufen und Ihren Einkaufszettel übermitteln. Bitte geben Sie hierbei nur Produkte an. Frau Zenk soll nach Möglichkeit nur einen Einkaufsmarkt ansteuern. Frau Zenk wird mit Ihrem PKW den Einkauf liefern. Bitte stellen Sie eine Kiste vor die Tür, damit die Produkte vor der Wohnungstür und ohne Kontakt übergeben werden können. Die Bezahlung erfolgt nach Möglichkeit in bar in einem Briefumschlag.

Wir bitten Sie, wie auch bisher um einen Eigenanteil von 1,00 Euro pro halbe Stunde. Um die Begleichung der Fahrtkosten kümmert sich die Kreisorganisation.

Kontakt über die Beratungsstelle:
Tel.: (0341) 35 54 26 71
Fax: (0341) 35 54 26 71
E-Mail: leipzig@bsv-sachsen.de

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Wie in der letzten Mitgliederinformation mitgeteilt, ist die Beratungsstelle weiterhin per E-Mail oder Telefon erreichbar.

(Quelle: Jens Fritzsch, Leiter Beratungsstelle KO Leipzig-Stadt, BSVS)

Unser Spaziergang am 30. Januar über die Alte Messe in Leipzig

Wir trafen uns am Deutschen Platz, um die Entwicklung auf der Alten Messe seit 1990 kennen zu lernen.

Auf dem ehemaligen Messeparkplatz auf der Südseite sind die Gebäude des Max-Plank-Institutes und Bio-City errichtet worden. Der vierte Erweiterungsbau für die deutsche Nationalbibliothek wurde zwischen dem Altbau und der Semmelweis Straße angebaut. In der Fassade sind Bücherregale und ein liegendes Buch dargestellt.

Unser erster Besuch galt dem Deutschem Buch- und Schrift Museum in der Deutschen Nationalbibliothek. Freundlicherweise führte uns die Museumspädagogin Frau Merrem. Wir hörten von den ersten Schriften in Stein gemeißelt, den Höhlenmalereien, gemalten Büchern aus Holz und dem Buchdruck auf Papier. Die Sammelleidenschaft eines Dresdener Schneidermeisters war Grundlage für den Aufbau des Museums im 19. Jahrhundert. Unter anderem gehörte eine Gutenberg-Bibel zum Bestand, die nach dem 2. Weltkrieg als Beutekunst in die Sowjetunion verbracht wurde und heute in Moskau ausgestellt ist. Mit weiteren Informationen kamen wir zur Himmelsscheibe aus Nebra und einer vergoldeten Kupferscheibe (Nachbildungen). Diese Scheibe enthält Bild- und Video Informationen über das Leben auf der Erde und sie wurde von der NASA (amerikanische Weltraunbehörde) vor mehr als 15. Jahren in das Weltall geschossen. Der Satellit hat sich schon mehrere Lichtjahre von der Erde entfernt, es besteht aber immer noch Funkkontakt. Leider mussten wir uns an dieser Stelle mit einem herzlichen Dankeschön von Frau Merrem verabschieden, wir wurden jedoch für eine weitere Führung eingeladen.

Unser nächstes Ziel war die Deutsche Nationalbibliothek im gleichen Haus. Wir waren 15 Minuten zu spät und Frau Hoffmann erwartete uns bereits. In einem Sitzungssaal erfuhren wir vieles über das Buchgewerbe in Leipzig (Leipzig war das Zentrum des Buchdruckes), der Gründung der Deutschen Bücherei durch die Verleger 1912, die Trennung nach dem 2. Weltkrieg,  die Kriegsschäden, die Wiedervereinigung nach dem Mauerfall mit den Namen Deutsche Nationalbibliothek, und die vier Erweiterungsbauten. Auf dem Rundgang sahen wir, das Musikarchiv mit Klangraum, das Bild der Verleger, die gespendete Vase und den ersten Leseraum der weitestgehend im Original erhalten ist. In der Eingangshalle erfuhren wir noch einiges zu architektonischen Details, die originalgetreu wiederhergestellt wurden. Vielen Dank an Frau Hoffmann für ihre Ausführungen.

Außenansicht der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig.
Foto: Deutsche Nationalbibliothek, Bärbel Kaiser

Auf dem Deutschen Platz angekommen, schauten wir auf die Neubauten für das Max-Plank-Institut, die Bio-City und den Neubau für behinderte Kinder auf vier Etagen (Krippe, Kindergarten, Schule) in der Philipp-Rosenthal-Straße.

Vorbei an der Bio-City (hier standen die Messehallen 20 und 22) ging es zum Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie (IZI) an der Zwickauer Straße. Frau Paasche hatte für uns ein Tastmodell des Institutes für Zelltherapie und Immunologie, sowie Käfige und Futterautomaten bereitgestellt. Nach einer allgemeinen Information über die Aufgaben und die Finanzierung, sprach Frau Paasche über die ersten Erfolge bei der Blutkrebsbekämpfung. Wir sprachen auch über die Notwendigkeit von Tierversuchen in der Forschung. Am Tastmodell des Institutes konnten wir erkennen, wie die Zuordnung der drei Häuser erfolgte. Bei dem Betasten der Käfige konnten wir den Lebensraum der Tiere erfassen. Die Futterautomaten konnten wir fühlen und zum Teil auch auseinandernehmen.

Außenansicht des Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie (IZI).
Foto: Fraunhofer IZI

Wir wurden auch über den Neubau für das Deutsche Zentrum für Integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) südlich an der Zwickauer Straße informiert. Das Objekt hat eine Kupferfassade, die bei Sonneneinstrahlung golden glänzt. Zu diesem Institut gehört auch das neue Gewächshaus in dem Botanischem Garten. In 12 Bereichen können unterschiedliche Anzucht- und Lebensbedingungen von Pflanzen simuliert werden.

Westlich der Zwickauer Straße haben sich folgende Firmen angesiedelt und neu gebaut: Autoteile Unger (ATU), Motorradhandel KDM, Sanitär Heinze, eine Niederlassung des Bundes, eine Blutbank (HEMA), im Bau Mietlagerboxen, geplant: Sporthalle mit 10.000 Besuchern. An der Richard-Lehmann-Straße (Automeile) sind folgende Firmen vertreten: Audi, Mercedes, VW, BMW, Honda und ein privates Autohaus.

Nach dem Mittagessen ging es zum neuen Stadtarchiv im ehemaligen sowjetischen Messehaus (erbaut in den 1920er Jahren als Messehaus für die Baumesse). Der Portikus wurde mit der Übergabe an die Sowjetunion umgebaut (goldene Pyramide mit rotem Stern). Nach dem Umzug der Messe in den Norden stand das Messehaus seit 1993 leer. Für das Stadtarchiv restauriert und mit einem Anbau in westlicher Richtung ergänzt (2019 bezogen). Hier war Frau Michalski für uns da. Wir bekamen Informationen über das Haus, die Nutzung und den Umzug von der Torgauer Straße zur Messe. Unser Rundgang begann in die Restaurierung (Urkunden, Dokumente, Bücher usw.). Der Mitarbeiter des Hauses informierte uns über die Ursachen der Schädigung und die Möglichkeiten der Rettung der einzelnen Seiten, die Aufspaltung des Papieres und Sanierung mit hauchdünnem Gewebe, die Wässerung von Papier zur Absenkung des Säurehaushaltes usw. Dieser Teil gehört nicht zur öffentlichen Führung und wurde für uns extra vorbereitet. Bei der Führung durch das Haus erfuhren wir viel Wissenswertes über die Schreibweise von Leipzig, die Siegelung von Dokumenten und Briefen. Im Sitzungsraum ist eine Wand mit Namen bekannter Leipziger Bürger beschrieben, in dem Blauen Salon sind Sprüche bekannter Persönlichkeiten verewigt.

In den Archivräumen wurde uns die Temperatur und Luftfeuchtigkeit erklärt und die Lagerproblematik erläutert. Wir hörten, dass nur 5 Prozent der anfallenden Akten gesammelt und für die Ewigkeit gesichert werden. Im Obergeschoss wurden uns die an Wänden und Decken angebrachten Kunstwerke erklärt. Auf dem Rückweg schauten wir durch das Spezialglas in den Raum mit den historischen Dokumenten im speziell angefertigten Holzschrank.

Wir danken den vier Damen Frau Ulrike Merrem, Frau Cornelia Hoffmann, Frau Britta Paasche und Frau Nora Michalski für ihre interessanten Erläuterungen.

Nach dem Kaffeetrinken setzten wir den Rundgang über die Messe fort, bei Zweirad Stadler (ehemalig größte Messehalle) kamen wir aus dem Staunen nicht heraus, eine ganze Messehalle voller Zweiräder. Auf der Straße des 18. Oktober waren wir an der Brückenbaustelle über die Bahn (geplante Fertigstellung 2021), die auf der Sichtachse zwischen Völkerschlachtdenkmal und Neuem Rathaus liegt (hier soll die Fahrradstraße verlängert werden). Die Bundesbank und der Eventpalast und Neubau (Mietflächen für Gewerbe) lagen am Weg. Wir sahen das letzte Doppel M für Mustermesse am Nordeingang, eine Stahl-Alu-Konstruktion von ca. 18 m Höhe. Durch das Möbelhaus Porta ging es zur Prager Straße, der Portikus der ehemaligen Halle 2 fand unsere Aufmerksamkeit und wir schauten hinüber zum Barnett-Licht-Platz (ehemals Messeparkplatz) und dem hier entstehenden fünfzügigem Gymnasium.

Damit endet unser Spaziergang über die Alte Messe.

Aus der Erinnerung niedergeschrieben
Leipzig, 8. Februar 2020
Wolfram Ehms
Wanderleiter